Die österreichischen Tankstellenbetreiber wenden sich entschieden gegen die von der Bundesregierung geplante Margenbeschränkung für Treibstoffe. Pächtertankstellen, die das österreichische Tankstellennetz in großer Zahl prägen, verdienen lediglich 1 bis 1,5 Cent pro verkauftem Liter Treibstoff. Sie sind Agenturpartner der Mineralölunternehmen und damit selbst keine Preissetzer. Steigende Preise treffen sie daher doppelt, erklärt Rebecca Kirchbaumer, Obfrau des Fachverbandes Garagen‑, Tankstellen- und Serviceunternehmen. Da Pächter eine fixe, vom Konzern festgelegte Provision pro Liter erhalten, steigt ihre Einnahme nicht, wenn der Treibstoffpreis am Markt steigt. Gleichzeitig explodieren die umsatzabhängigen Kosten, darunter Gebühren für Kartenzahlungen, Versicherungen, betriebliche Abgaben und weitere Fixkosten. (© Martin Rydlo)

