Wir machen uns für unse­re Mit­glie­der und die öster­rei­chi­sche Wirt­schaft stark!
Fol­gen­des hat die Inter­es­sen­ver­tre­tung Ver­kehr 2017 und 2018 bereits für Sie durch­ge­setzt:

Hal­bie­rung der Flug­ab­ga­be ab 2018

Gefor­dert: Abschaf­fung der Flug­ab­ga­be

Erreicht: Die Hal­bie­rung der Flug­ab­ga­be seit 2018 ist ein wich­ti­ges Signal und beein­flusst die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Wirt­schafts­stand­or­tes Öster­reichs in der Luft­fahrt posi­tiv.

Eta­blie­rung der Dach­mar­ke „Aus­tri­an Logistics“

Gefor­dert: Die exzel­len­ten, welt­weit erbrach­ten Leis­tun­gen öster­rei­chi­scher Logis­tik sol­len her­vor­ge­ho­ben und der ganz­heit­li­che Nut­zen der Dis­zi­plin Logis­tik und ihr ver­net­zen­der Bei­trag zur Wirt­schaft auf­ge­zeigt wer­den.

Erreicht: Die Dach­mar­ke Aus­tri­an Logistics wur­de im Rah­men der Logis­tikinitia­ti­ve gegrün­det und ist der gemein­sa­me Mar­ken­auf­tritt der Dis­zi­plin Logis­tik am Stand­ort Öster­reich nach außen. Die Mar­ke stärkt die Repu­ta­ti­on der öster­rei­chi­schen Logis­tik bei allen Sta­ke­hol­dern, die Vor­zü­ge der Logis­tik Öster­reichs als weg­wei­sen­de, res­sour­cen­scho­nen­de, hoch­wer­ti­ge und inno­va­ti­ve Dis­zi­plin und die Bedeu­tung erfolg­rei­cher Logis­tik für den Wirt­schafts­stand­ort Öster­reich wer­den kom­mu­ni­ziert.

HERMES Ver­kehrs Logis­tik Preis

Gefor­dert: Leis­tun­gen der Ver­kehrs­wirt­schaft in die Öffent­lich­keit tra­gen und Moti­va­ti­on der Unter­neh­mun­gen zur Qua­li­täts­of­fen­si­ve bie­ten.

Erreicht: Seit 2013 wird der HERMES Ver­kehrs Logis­tik Preis in den Kate­go­ri­en, Nach­hal­tig­keit, Sicher­heit und Bil­dung sowie für bes­tes KMU und nun auch für Sup­ply Chain Manage­ment, Bes­ter Lehr­ling und das Lebens­werk im Rah­men einer Gala ver­ge­ben.

Bonus für lei­se Güter­wag­gons

Gefor­dert: For­cie­rung und För­de­rung von „lärm­ar­men“, mit „Flüs­ter­brem­sen“ aus­ge­stat­te­ten, Wag­gons.

Erreicht: Eisen­bahn­ver­kehrs­un­ter­neh­men (EVU) erhal­ten für die Netz­fahr­plan­pe­ri­ode 2018 (10.12.2017 bis 8.12.2018) eine Maut­gut­schrift („Lärm­bo­nus“) von bis zu 1700 Euro pro vier­ach­si­gem Wag­gon (pro Flüs­ter­ach­se und zurück­ge­leg­tem Kilo­me­ter ein Cent), sofern sie bei ihren Güter­ver­kehrs­leis­tun­gen am Schie­nen­netz der ÖBB Infra­struk­tur AG mit Ver­bund­stoff-Brems­soh­len nach­ge­rüs­te­te Güter­wa­gen ver­wen­den. Mit der Abwick­lung ist die ÖBB-Infra­struk­tur AG, in Abstim­mung mit dem BMVIT, betraut. Die ÖBB-Infra­struk­tur AG wird auch für die Netz­fahr­plan­pe­ri­oden 2019ff bis zum 31. Dezem­ber 2021 lärm­ab­hän­gi­ge Wege­ent­gelt­be­stand­tei­le ent­spre­chend den Vor­ga­ben der Durch­füh­rungs­ver­ord­nung (EU) 2015/429 vor­se­hen.

Neu­es Maut­sys­tem ab 2017, 2018 Kos­ten­sprung ver­hin­dert

Gefor­dert: plan­ba­re­res, vor­her­seh­ba­re­res und wirt­schafts­ver­träg­li­che­res Maut­sys­tem

Erreicht: Seit 2017 besteht ein neu­es Maut­sys­tem: ua wur­de die Dif­fe­ren­zie­rung der fahr­leis­tungs­ab­hän­gi­gen Maut nach EURO-Emis­si­ons­klas­sen abge­schafft. Die neu­en Tari­fe ste­hen jeweils bereits Mit­te des Jah­res für das Fol­ge­jahr fest, was zur Trans­pa­renz und Pla­nungs­si­cher­heit bei­trägt. Auch für die Zeit nach 2020 wer­den die Ein­nah­men aus exter­nen Kos­ten an die Betrie­be zurück­flie­ßen, zum Bei­spiel im Zuge von För­de­run­gen für Aus- und Wei­ter­bil­dung.

2018 ist es gelun­gen, dass die Tarif­an­pas­sung wesent­lich nied­ri­ger aus­fällt als ursprüng­lich von der Poli­tik geplant. Die vor­ge­se­he­ne Anlas­tung von exter­nen Kos­ten für Luft­ver­schmut­zung bei den Euro-6-Fahr­zeu­gen per 1.1.2018 ent­fiel — statt­des­sen pro­fi­tie­ren Euro-6-Fahr­zeu­ge wei­ter­hin von einem Bonus auf die Maut­ta­ri­fe in Höhe von jähr­lich 20 Mio. Euro von 2017 bis 2020. Die Gesamt­ta­ri­fe bei Euro 6-Fahr­zeu­gen lie­gen somit wei­ter­hin deut­lich unter jenen der ande­ren Emis­si­ons­klas­sen.
Außer­dem ist nun­mehr eine Ver­tre­te­rin der Wirt­schaft Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes der ASFINAG.

Gefor­dert: Kei­ne Flä­chen­de­cken­de Maut

Erreicht: Maut: Seit 2014 prü­fen die Lan­des­ver­kehrs­re­fe­ren­ten die Ein­füh­rung einer flä­chen­de­cken­den Maut in Öster­reich. Anfang 2016 ist die gesam­te Wirt­schafts­kam­mer­or­ga­ni­sa­ti­on in einer breit­an­ge­leg­ten gemein­sa­men Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gne gegen die Ein­füh­rung einer flä­chen­de­cken­den Maut auf­ge­tre­ten und hat die Bevöl­ke­rung und Ent­schei­dungs­trä­ger über die Nach­tei­le einer sol­chen Maß­nah­me infor­miert. Mit Erfolg: Die Argu­men­te und der Ein­satz der Wirt­schafts­kam­mer­or­ga­ni­sa­ti­on gegen eine flä­chen­de­cken­de Maut auf allen Lan­des- und Gemein­de­stra­ßen für Fahr­zeu­ge über 3,5 Ton­nen haben Früch­te getra­gen. Es kam kei­ne Eini­gung unter den Lan­des-Ver­kehrs­re­fe­ren­ten für die­se Belas­tungs­idee zustan­de.

Ein­füh­rung der Digi­ta­len Vignet­te

Gefor­dert: Digi­ta­li­sie­rung vor­an­trei­ben, Erleich­te­rung für Unter­neh­men schaf­fen

Erreicht: Mit der Novel­le des Bun­des­stra­ßen-Maut­ge­set­zes 2002 (BSt­MG) wur­de die gesetz­li­che Grund­la­ge für die Ein­füh­rung der soge­nann­ten „Digi­ta­len Vignet­te“ geschaf­fen. Die Kle­be­vi­gnet­te bleibt wei­ter­hin als gleich­wer­ti­ge Alter­na­ti­ve bestehen. Vor­tei­le bringt die digi­ta­le Vignet­te vor allem für Besit­ze­rIn­nen von Wech­sel­kenn­zei­chen und Pro­be­fahrt- und Über­stel­lungs­kenn­zei­chen.

Bera­ten statt stra­fen beim Daten­schutz

Gefor­dert: Kei­ne 20-Mil­lio­nen-Euro Stra­fen bei gering­fü­gi­gen oder erst­ma­li­gen Ver­stö­ßen gegen die EU-Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung.

Erreicht: Das Daten­schutz-Dere­gu­lie­rungs-Gesetz 2018 legt aus­drück­lich fest, dass die Daten­schutz­be­hör­de ver­hält­nis­mä­ßig vor­ge­hen und ins­be­son­de­re bei erst­ma­li­gen Ver­stö­ßen von der Mög­lich­keit der Ver­war­nung Gebrauch machen muss.

Auf­he­bung des Lkw Nacht-60ers

Gefor­dert: Die der­zei­ti­ge Rege­lung ist im Hin­blick auf Ver­kehrs­si­cher­heit, Lärm­schutz und Umwelt­schutz nicht mehr zeit­ge­mäß. Das Fah­ren in der Nacht über wei­te Stre­cken mit einer Geschwin­dig­keit von maxi­mal 60km/h ist für die Len­ker mono­ton und ermü­dend und für nach­kom­men­de Fahr­zeu­ge (auf­grund des hohen Geschwin­dig­keits­un­ter­schie­des von bis zu 70km/h) gefähr­lich.

Erreicht: Anhe­bung der zuläs­si­gen Höchst­ge­schwin­dig­keit auf 80km/h für LKW über 7,5t zwi­schen 22.00 und 05.00 auf diver­sen Stre­cken­ab­schnit­ten gemäß Vor­schlags­lis­te der ASFINAG.

Ver­bes­se­run­gen im Güter­be­för­de­rungs­ge­setz

Gefor­dert: Bes­se­re Kon­trol­le der Kabo­ta­ge­be­stim­mun­gen, Zulas­sung eines elek­tro­ni­schen Begleit­pa­piers

Erreicht: Das Güter­be­för­de­rungs­ge­setz hält expli­zit fest, dass ein­deu­ti­ge Bele­ge gemäß den euro­pa­recht­li­chen Erfor­der­nis­sen – zur bes­se­ren Kon­trol­le der Kabo­ta­ge­vor­schrif­ten – im Fahr­zeug mit­ge­führt wer­den müs­sen. Auch eine Ergän­zung der Straf­be­stim­mun­gen im Güter­be­för­de­rungs­ge­setz, wenn die­se Nach­wei­se nicht vor­han­den sind, wur­de ein­ge­führt. Es erfolg­te die Klar­stel­lung, dass die Finanz­po­li­zei als Organ der Abga­ben­be­hör­de — vor allem bei uner­laub­ter Kabo­ta­ge — tätig wer­den kann. Wei­ters wird der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung Rech­nung getra­gen. Begleit­pa­pie­re oder sons­ti­ge Beför­de­rungs­nach­wei­se kön­nen nun sowohl in Papier­form als auch in elek­tro­ni­scher Form mit­ge­führt wer­den.

Anpas­sung der Abmes­sun­gen und Gewich­te von Lkw

Gefor­dert: Unbü­ro­kra­ti­scher Con­tai­ner­trans­por­ten und Anhe­bung des hzG bei alter­na­ti­ven Antrie­ben.

Erreicht: 45 Fuß Con­tai­ner und Wech­sel­auf­bau­ten dür­fen im kom­bi­nier­ten Ver­kehr ohne Son­der­ge­neh­mi­gung trans­por­tiert wer­den. Für Kfz mit alter­na­ti­vem Antrieb wird zum Aus­gleich für das höhe­re Eigen­ge­wicht das hzG um 1t ange­ho­ben.

Inte­gra­ti­on der O-Bus­se in der Strab­VO

Gefor­dert: Berück­sich­ti­gung der Ober­lei­tungs-Omni­bus­se in der Stra­ßen­bahn­ver­ord­nung

Erreicht: Bis­lang waren Ober­lei­tungs-Omni­bus­se vom Gel­tungs­be­reich der Strab­VO voll­stän­dig aus­ge­nom­men. Die Novel­le der Strab­VO ent­hält sowohl Bestim­mun­gen für Stra­ßen­bah­nen als auch für Ober­lei­tungs-Omni­bus­se. Damit gibt es nun für O-Bus-Unter­neh­men mehr Rechts­si­cher­heit und Rechts­klar­heit, vor allem auch im Umgang mit Behör­den.

Fah­rer­lo­se Stra­ßen­bahn

Gefor­dert: Anpas­sung der Bestim­mun­gen in der Strab­VO auf den fah­rer­lo­sen U-Bahn-Betrieb

Erreicht: Die für einen fah­rer­lo­sen Stra­ßen­bahn- bzw. U-Bahn­be­trieb not­wen­di­gen Rege­lun­gen wur­den in die Stra­ßen­bahn­ver­ord­nung ein­ge­ar­bei­tet.

Bun­des­ver­ga­be­ge­setz 2018 – Direkt­ver­ga­be für gemein­wirt­schaft­li­che Leis­tun­gen wei­ter­hin mög­lich

Gefor­dert: Wahl­frei­heit zwi­schen Direkt­ver­ga­be und Aus­schrei­bung

Erreicht: Die Mög­lich­keit der Direkt­ver­ga­be im öffent­li­chen Schie­nen­per­so­nen­ver­kehr bleibt mit dem BVergG 2018 bestehen. Die Geld­ge­ber kön­nen wei­ter­hin ent­schei­den, ob eine Stre­cke direkt ver­ge­ben oder aus­ge­schrie­ben wird.
Damit konn­ten einer­seits die Gefahr eines gro­ßen gesamt­wirt­schaft­li­chen Scha­dens und der Ver­lust von vie­len Arbeits­plät­zen abge­wen­det und ande­rer­seits die hohe Qua­li­tät auf der Schie­ne gesi­chert wer­den. Es geht um die jeweils bes­te Lösung für jede ein­zel­ne Stre­cke im Schie­nen­per­so­nen­ver­kehr. Der­je­ni­ge, der am nächs­ten dran ist und die Ver­ant­wor­tung trägt, näm­lich Bund, Land, Stadt oder Gemein­de, soll auch die Wahl­frei­heit haben, ob direkt ver­ge­ben oder aus­ge­schrie­ben wird. Nur so kann die Qua­li­tät für die Fahr­gäs­te auf­recht­erhal­ten wer­den und kom­men die Steu­er­gel­der gezielt und sach­ge­recht zum Ein­satz.

Best­bie­ter­prin­zip gilt im Sek­to­ren­be­reich ab € 10 Mio

Gefor­dert: pra­xis­na­he Gestal­tung des Best­bie­ter­prin­zips

Erreicht: Im neu­en Bun­des­ver­ga­be­ge­setz wird die Schwel­le für die ver­pflich­ten­de Anwen­dung des Best­an­ge­bots­prin­zips von einer auf € 10 Mil­lio­nen bei Bau­auf­trä­gen, die von Sek­to­ren­auf­trag­ge­bern aus­ge­schrie­ben wer­den, ange­ho­ben.

För­der­pro­gramm “Schie­nen­gü­ter­ver­kehr 2018–2022“

Gefor­dert: Fort­set­zung des För­der­pro­gramms für den Schie­nen­gü­ter­ver­kehr

Erreicht: Das För­der­pro­gramm für den SGV wird im Zeit­raum 2018 bis 2022 fort­ge­setzt. Gegen­stand der För­de­rung ist die Erbrin­gung von Schie­nen­gü­ter-ver­kehrs­leis­tun­gen in den Pro­duk­ti­ons­for­men des Ein­zel­wa­gen­ver­kehrs, des unbe­glei­te­ten Kom­bi­nier­ten Ver­kehrs oder der Rol­len­den Land­stra­ße in Form eines nicht rück­zahl­ba­ren Zuschus­ses.

Zwangs­öff­nung bei Anschluss­bah­nen ver­hin­dert

Gefor­dert: Der Gesetz­ge­ber soll von der Aus­nah­me­mög­lich­keit in Art. 2 Abs 3 lit. d der RL 2012/34 EU Gebrauch machen.

Erreicht: Umset­zung der Aus­nah­me­mög­lich­keit wie in der EU-RL vor­ge­se­hen, dass Ser­vice­ein­rich­tun­gen ent­lang einer Anschluss­bahn, die vom Anschluss­bahn­be­trei­ber selbst aus­schließ­lich für Zwe­cke der eige­nen Güter­be­för­de­rung genutzt wer­den, von der Anwen­dung des Art. 13 der Richt­li­nie 2012/34/EU aus­ge­nom­men sind.

Anschluss­bahn­för­de­rung erhal­ten und aus­bau­en

Gefor­dert: Sowohl die Errich­tung als auch die Erhal­tung von Anschluss­bah­nen muss wei­ter­hin ein öffent­li­ches Inter­es­se dar­stel­len und bedarfs­ge­recht zur Ver­fü­gung gestellt wer­den.

Erreicht: Im Zeit­raum 1. Jän­ner 2018 bis 31. Dezem­ber 2022 wer­den Inves­ti­tio­nen in Anschluss­bahn­an­la­gen sowie in nicht-dis­kri­mi­nie­rend betrie­be­ne, inter­mo­da­le Umschlags­an­la­gen vom BMVIT geför­dert. Kon­kret geht es um den Neu­bau und die Erwei­te­rung von Anschluss­bah­nen und Ter­mi­nals sowie Bestands­in­ves­ti­tio­nen im ASB-Bereich. Ein­rei­chun­gen kön­nen wäh­rend des gesam­ten Jah­res getä­tigt wer­den.

Aus­nah­men im regu­lier­ten Schie­nen­ver­kehrs­markt

Gefor­dert: Aus­nah­men im Eis­bG für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men und Infra­struk­tu­ren, die für das Funk­tio­nie­ren des Euro­päi­schen Schie­nen­ver­kehrs­mark­tes nicht von stra­te­gi­scher Bedeu­tung sind.

Erreicht: Die in der RL 2012/34/EU vor­ge­se­he­nen Aus­nah­me­mög­lich­kei­ten wur­den auf natio­na­ler Ebe­ne in § 54a Eis­bG (Aus­nah­men vom Gel­tungs­be­reich des 6. Tei­les) umge­setzt.

Arbeits­stät­ten­ver­ord­nung — Aus­rei­chen­de Beleuch­tung der Ver­kehrs­we­ge im Frei­en

Gefor­dert: Ände­rung der Arbeits­stät­ten­ver­ord­nung im § 2 Abs. 7 Z 2, wo für Ver­kehrs­we­ge gene­rell eine Beleuch­tungs­stär­ke von min­des­tens 30 Lux zwin­gend vor­ge­schrie­ben ist.

Erreicht: Anpas­sung der AStV unter Berück­sich­ti­gung der tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­se und Schutz­be­dürf­nis­se (wie z.B. Gefahr der Blen­dung und der Ver­wechs­lung mit Signa­len bei der Eisen­bahn, Lichts­mog durch die Men­ge der Leucht­mit­tel, Anrai­ner­be­schwer­den).

Ab 2019 neue Prü­fungs­fra­gen für die Füh­rer­schein­klas­sen C, D, E und F

Gefor­dert: Aktua­li­sie­rung der Inhal­te der Com­pu­ter­prü­fung für die Klas­sen C, D, E und F.

Erreicht: Die neu­en Theo­rief­ra­gen für die Klas­sen C, D, E und F wer­den der­zeit umge­setzt und bie­ten den Prüf­lin­gen neue Fra­gen mit aktua­li­sier­ten Inhal­ten wie Elek­tro­mo­bi­li­tät, auto­no­mes Fah­ren und Eisen­bahn­kreu­zun­gen. Die fer­tig über­ar­bei­te­ten bzw neu erstell­ten Fra­gen samt Bil­dern sol­len plan­mä­ßig ab 2019 bei der Com­pu­ter­prü­fung ver­wen­det wer­den.

Ab 1.1.2019 neue Prü­fungs­fra­gen für Füh­rer­schein­klas­se AM

Gefor­dert: Moder­ni­sie­rung der Moped Prü­fung und Dar­stel­lung in auto­ma­ti­ons­un­ter­stütz­ter Form.

Erreicht: Aktua­li­sie­rung und Über­ar­bei­tung der der­zei­ti­gen Prü­fungs­fra­gen für die Klas­se Moped. Umstel­lung der Theo­rie­prü­fung von Papier­fra­ge­bö­gen auf eine Com­pu­ter­prü­fung.

Wei­ter­bil­dung WIFI-Kur­se für die Fahr­zeug­auf­be­rei­tung

Gefor­dert: Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bot für die Bran­che der Ser­vice­un­ter­neh­mun­gen erwei­tern

Erreicht: WIFI-Kur­se für die Fahr­zeug­auf­be­rei­tung wur­den gemein­sam mit Prak­ti­kern aus der Bran­che auf die Bei­ne gestellt. Somit konn­te erst­mals erreicht wer­den, dass an ein­zel­nen WIFIs in den Bun­des­län­dern Basis­kur­se für die Fahr­zeug­auf­be­rei­tung ange­bo­ten wer­den. Der Kurs setzt sich aus einem theo­re­ti­schen und einem prak­ti­schen Teil zusam­men.

Zer­ti­fi­zie­rung für Fahr­zeug­auf­be­rei­ter

Gefor­dert: Die Ent­wick­lung einer Zer­ti­fi­zie­rung für Fahr­zeug­auf­be­rei­ter

Erreicht: Der Fach­ver­band hat in Koope­ra­ti­on mit Aus­tri­an Stan­dards eine Zer­ti­fi­zie­rung ent­wi­ckelt. Die ers­ten Betrie­be konn­ten auch bereits zer­ti­fi­ziert wer­den.

World Skills

Gefor­dert: Spe­di­ti­on und Logis­tik — Teil­nah­me an den WorldS­kills

Erreicht: Der Fach­ver­band Spe­di­ti­on und Logis­tik hat­te 2015 als ers­ter nicht­hand­werk­li­cher Beruf im Rah­men der Aus­tria Skills Staats­meis­ter­schaf­ten für jun­ge Spe­di­ti­ons­kauf­leu­te abge­hal­ten. Durch die­sen Bewerb qua­li­fi­zier­te sich der Beruf Spe­di­ti­ons­kauf­man­n/-frau auch als ers­te nicht-hand­werk­li­che Pro­fes­si­on für die inter­na­tio­na­len Skills-Bewer­be und ermög­lich­te eine Teil­nah­me an den WorldS­kills 2017 in Abu Dha­bi.

Maß- und Eich­ge­setz

Gefor­dert: Erleich­te­run­gen im Maß- und Eich­ge­setz für Taxi­un­ter­neh­men und Tank­stel­len

Erreicht: Strei­chung der Eich­pflicht bei Weg­stre­cken­zäh­lern in selbst­ge­lenk­ten Fahr­zeu­gen sowie Ver­län­ge­rung der Nach­eich­frist für Taxa­me­ter von 2 auf 3 Jah­re. Die Nach­eich­frist gemäß dem Maß- und Eich­ge­setz konn­te außer­dem für Kraft­stoff­zapf­an­la­gen für die Betan­kung von Kraft­fahr­zeu­gen und für Rei­fen­druck­mess­ge­rä­te erfolg­reich von 2 auf 4 Jah­re ver­län­gert wer­den. Wei­ters wur­den pra­xis­taug­li­che Über­gangs­fris­ten durch­ge­setzt.

Rechts­si­cher­heit für auto­ma­ti­sier­tes Fah­ren

Gefor­dert: Kla­re recht­li­che Rah­men­be­din­gun­gen für die Ver­wen­dung von Assis­tenz­sys­te­men und Schaf­fung der Grund­la­gen für Tests von Neu­ent­wick­lun­gen.

Erreicht: Bereits geneh­mig­te Sys­te­me wie der Stau­as­sis­tent dür­fen nun ver­wen­det wer­den und die Test­mög­lich­kei­ten z.B. für selbst­fah­ren­den Kfz wer­den erwei­tert. Der Len­ker muss aber jeder­zeit in der Lage sein, die Fahr­auf­ga­ben wie­der zu über­neh­men.

Ahn­dung unbe­fug­ter Gewer­be­aus­übung

Gefor­dert: Effek­ti­ve­re Kon­trol­le unbe­fug­ter Gewer­be­aus­übung im Stra­ßen­gü­ter­ver­kehr.

Erreicht: Bis­her gestal­tet sich die Kon­trol­le der Kabo­ta­ge­vor­schrif­ten auf­grund ver­schie­dens­ter Zustän­dig­kei­ten (Poli­zei, Finanz­po­li­zei, Kran­ken­kas­sen) als sehr schwie­rig und nahe­zu unmög­lich, da für eine effi­zi­en­te Kon­trol­le das koor­di­nier­te Zusam­men­spiel der Kon­troll­be­hör­den aller betei­lig­ten Minis­te­ri­en oder (noch bes­ser) die Zustän­dig­keit einer ein­zi­gen Kon­troll­be­hör­de nötig wäre. Die vom bmvit initi­ier­te Platt­form LKW-Sicher­heit hat ihre Arbeit auf­ge­nom­men. Ihr Ziel ist eine koor­di­nier­te Kon­trol­le des Stra­ßen­gü­ter­ver­kehrs. Dies ist ein ers­ter wich­ti­ger Schritt für effek­ti­ve­re Kon­trol­len unbe­fug­ter Gewer­be­aus­übung.

Frank­reich: Kon­troll­pra­xis Mehr­fah­rer­be­set­zung

Gefor­dert: Die Durch­füh­rung von Rei­se­bus­fahr­ten in Frank­reich mit Mehr­fah­rer­be­set­zung, die EU-kon­form durch­ge­führt wer­den, wur­den von den Kon­troll­be­hör­den nicht akzep­tiert. Die fran­zö­si­schen Kon­troll­be­hör­den hat­ten die Bereit­schafts­zeit bei der Mehr­fah­rer­be­set­zung neu inter­pre­tiert und die Pau­se für den zwei­ten Fah­rer im fah­ren­den Fahr­zeug nicht akzep­tiert.

Erreicht: Frank­reich gab die umstrit­te­ne Kon­troll­pra­xis nach Inter­ven­ti­on der Berufs­grup­pe und der IRU auf. Das The­ma wur­de bei der „EC Enforce­ment Working Group“ geklärt. Die Ver­tre­ter der fran­zö­si­schen Kon­troll­be­hör­den wur­den davon über­zeugt, dass sich die Aus­le­gung der Pau­sen­zei­ten des zwei­ten Fah­rers nicht geän­dert hat und die Leit­li­nie Nr. 2 nach wie vor in Frank­reich zur Anwen­dung kom­men soll. Mehr­fah­rer­be­set­zung kön­nen daher auch in Frank­reich wie­der EU-kon­form durch­ge­führt wer­den (45 Minu­ten der Zeit als Bei­fah­rer kön­nen im fah­ren­den Fahr­zeug als Pau­se gel­ten, wenn ihm die­se Zeit zur frei­en Ver­fü­gung steht).

Ände­rung der Len­ke­rin­nen-Aus­nah­me­ver­ord­nung

Gefor­dert: Anpas­sun­gen bei der Haus­müll­ab­fuhr sowie beim Win­ter­dienst

Erreicht: Über Anre­gung der BSTV konn­te im Sozi­al­mi­nis­te­ri­um eine Ände­rung der L-AVO (Len­ke­rin­nen-Aus­nah­me­ver­ord­nung) durch­ge­setzt wer­den. Mit der Novel­le wer­den die von der BSTV gefor­der­ten Anpas­sun­gen an das schon frü­her geän­der­te EU-Recht bei der Haus­müll­ab­fuhr sowie beim Win­ter­dienst (Weg­fall der Begrif­fe „Zustän­di­ge Stel­len“ und „Stra­ßen­bau­äm­ter“) umge­setzt.

Die Neu­re­ge­lung dient inso­fern einer für die betrieb­li­che Pra­xis hilf­rei­chen Klar­stel­lung, als zum einen der nicht mehr zeit­ge­mä­ße Begriff „Stra­ßen­bau­äm­ter“ durch „Stra­ßen­er­hal­ter“ ersetzt wur­de, und zum ande­ren aus der geän­der­ten Tex­tie­rung nun ein­deu­tig und rechts­si­cher ableit­bar ist, dass die Aus­nah­me auch für Fahr­zeu­ge gilt, die nicht unmit­tel­bar von den Stra­ßen­er­hal­tern son­dern von deren (pri­vat­wirt­schaft­li­chen) Ver­trags­part­nern betrie­ben wer­den.

Lehr­lin­ge im KV der öster­rei­chi­schen Eisen­bahn­un­ter­neh­men

Gefor­dert: Auf­wer­tung des Lehr­be­rufs bei Eisen­bah­nen durch Auf­nah­me ent­spre­chen­der Rege­lun­gen für Lehr­lin­ge im KV EU.

Erreicht: Rege­lun­gen im KV zur Lehr­lings­ent­schä­di­gung samt Son­der­zah­lun­gen für Lehr­lin­ge. Damit wird in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels und des hohen Bedarfs an qua­li­fi­zier­ten Mit­ar­bei­tern die Bedeu­tung der Lehr­aus­bil­dung in der Eisen­bahn­bran­che geho­ben. Dies stellt auch einen maß­geb­li­chen Schritt zur Attrak­ti­vie­rung der eisen­bahn­spe­zi­fi­schen Lehr­be­ru­fe für jun­ge Men­schen dar.

Gas­tro­no­mi­sche Betreu­ung am Zug

Gefor­dert: Ein­heit­li­che und kla­re Rege­lun­gen für mehr Rechts­si­cher­heit im Bereich der gas­tro­no­mi­schen Betreu­ung in Zügen.

Erreicht: Geson­der­te Reg­lun­gen für das im Ser­vice auf Zügen täti­ge Per­so­nal durch eine eige­ne Anla­ge im Bran­chen-Kol­lek­tiv­ver­trag der öster­rei­chi­schen Eisen­bahn­un­ter­neh­men. Die lösungs­ori­en­tier­ten Ergeb­nis­se der Sozi­al­part­ner­ver­hand­lun­gen brin­gen mehr Fle­xi­bi­li­tät, Pla­nungs- und Rechts­si­cher­heit und stel­len auch einen Mehr­wert für die Fahr­gäs­te dar. Die Alter­na­ti­ve wäre: Auto­ma­ten anstatt Ser­vice­per­so­nal.

Pra­xis­ori­en­tier­te Ände­run­gen zur Arbeits­zeit im Rah­men­recht des Kol­lek­tiv­ver­tra­ges für die Seil­bahn­be­diens­te­ten

Gefor­dert: Aus­deh­nung der Arbeits­zeit im Rah­men der Mög­lich­kei­ten des AZG und fle­xi­ble­re Gestal­tung der Arbeits­zeit

Erreicht: Im neu­en Kol­lek­tiv­ver­trag für die Seil­bahn­be­diens­te­ten (gül­tig ab 1.5.2016) wur­de erst­mals eine Nor­mal­ar­beits­zeit von bis zu 10 Stun­den für alle Mit­ar­bei­ter im Seil­bahn­be­trieb fest­ge­schrie­ben. Bei Arbeit­neh­mern im Sin­ne des § 18 Abs 1 Z 3 AZG darf die täg­li­che Nor­mal­ar­beits­zeit sogar bis zu 12 Stun­den betra­gen, wenn es die Auf­recht­erhal­tung des Ver­kehrs erfor­dert. Bei erhöh­tem Arbeits­be­darf dür­fen in der Woche bis zu 60 Stun­den gear­bei­tet wer­den. Eben­falls seit der Gül­tig­keit des neu­en KV Seil­bah­nen ist es zuläs­sig, dass Seil­bahn­un­ter­neh­men ohne Betriebs­rat schrift­li­che Ein­zel­ver­ein­ba­run­gen zur Arbeits­zeit­fle­xi­bi­li­sie­rung abschlie­ßen. Die­se Mög­lich­keit gab es bis dahin nur in Seil­bahn­un­ter­neh­men mit Betriebs­rat.

Kol­lek­tiv­ver­trag Aus­län­di­sche Air­lines

Gefor­dert: Leis­tungs­ori­en­tier­ter Kol­lek­tiv­ver­trag für Ange­stell­te der aus­län­di­schen Air­lines in Öster­reich.

Erreicht: KV NEU mit Leis­tungs­kom­po­nen­ten für aus­län­di­sche Air­lines in Öster­reich

Mit 1.1.2016 wur­de ein neu struk­tu­rier­ter Kol­lek­tiv­ver­trag mit einer Redu­zie­rung der Stu­fen­sprün­ge zuguns­ten einer leis­tungs­ori­en­tier­ten Ent­loh­nung in Kraft gesetzt: Es gibt kaum mehr auto­ma­ti­sche Vor­rü­ckun­gen. In den jähr­li­chen Tarif­ver­hand­lun­gen wer­den ein kol­lek­ti­ver Teil, den alle Ange­stell­ten bekom­men, und ein indi­vi­du­el­ler Teil, der von den Unter­neh­men nach inter­nen Leis­tungs­kri­te­ri­en auf ein­zel­ne Ange­stell­te ver­teilt wird, aus­ver­han­delt.

Kol­lek­tiv­ver­trag für die Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer der Gara­gen-, Tank­stel­len- und Ser­vice­un­ter­neh­mun­gen

Gefor­dert: Ein leist­ba­rer Kol­lek­tiv­ver­trag für die Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer der Gara­gen-, Tank­stel­len- und Ser­vice­un­ter­neh­mun­gen, der an die Bedin­gun­gen der Bran­che ange­passt ist und Rechts­si­cher­heit schafft.

Erreicht: Es wur­de ein Kol­lek­tiv­ver­trag abge­schlos­sen mit dem nun Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer nach Tätig­kei­ten rich­tig ein­ge­stuft wer­den kön­nen und die tat­säch­lich aus­ge­üb­ten Tätig­kei­ten in der Bran­che wider­spie­gelt. Der Kol­lek­tiv­ver­trag wur­de für drei Jah­re ver­ein­bart.

Arbeits­zeit­richt­li­nie Bin­nen­schiff­fahrt

Gefor­dert: Arbeits­zeit­richt­li­nie Bin­nen­schiff­fahrt unter­neh­mens­freund­lich umset­zen

Erreicht: Seit Anfang 2016 wur­de mit dem Sozi­al­mi­nis­te­ri­um in meh­re­ren Sozi­al­part­ner­ge­sprä­chen die natio­na­le Umset­zung der Arbeits­zeit-Richt­li­nie (Richt­li­nie 2014/112/EU vom 19. Dezem­ber 2014) ver­han­delt. Im Zuge die­ser Gesprä­che konn­te sei­tens der BSTV eine für die Betrie­be in der Pra­xis hilf­rei­che Fle­xi­bi­li­sie­rung der wöchent­li­chen Ruhe­zeit erreicht wer­den. Die­se Bestim­mung ermög­licht nun, im Wege des Kol­lek­tiv­ver­tra­ges eine Durch­rech­nung der Wochen­ru­he mit einem mehr als 1-mona­ti­gen Durch­rech­nungs­zeit­raum zuzu­las­sen, sodass bis zu 31 auf­ein­an­der­fol­gen­de Arbeits­ta­ge (somit auch ein gan­zer Kalen­der­mo­nat) mög­lich wer­den. Der Kol­lek­tiv­ver­trag ent­hält aktu­ell nur einen Durch­rech­nungs­zeit­raum von maxi­mal 1 (Kalender)Monat mit einer Band­brei­te von maxi­mal 20 bis 24 auf­ein­an­der­fol­gen­den Arbeits­ta­gen. Mit der gesetz­li­chen Ermäch­ti­gung für eine sol­che Rege­lung wird nun jeden­falls der Weg für eine Ver­bes­se­rung der betrieb­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen durch ent­spre­chen­de KV-Gestal­tung (bis­her nicht mög­lich) frei.

Außen­ab­flug­ge­neh­mi­gun­gen

Gefor­dert: Pra­xis­taug­li­che Rege­lun­gen für die Luft­fahrt

Erreicht: Ertei­lung von Außen­ab­flug- bzw. Außen­lan­de­be­wil­li­gun­gen in beson­de­ren Situa­tio­nen auch ohne Anga­be der kon­kre­ten Flä­che in Form einer all­ge­mei­nen Bewil­li­gung

Eine Erkennt­nis des VwGH stell­te klar, dass eine lang­fris­ti­ge und bun­des­län­der­wei­se Geneh­mi­gung von Außen­ab­flü­gen und -lan­dun­gen nicht erfol­gen darf. Dadurch ent­stan­den für die Wirt­schaft (ins­be­son­de­re Heli­ko­pter) und für die Län­der (die Geneh­mi­gun­gen sind Län­der­sa­che) Pro­ble­me. In Ver­hand­lun­gen mit dem BMVIT konn­ten wir errei­chen, dass die Außen­ab­flug- bzw. Außen­lan­de­be­wil­li­gun­gen in beson­de­ren Situa­tio­nen auch ohne Anga­be der kon­kre­ten Flä­che in Form einer all­ge­mei­nen Bewil­li­gung erteilt wer­den kann. In der Pra­xis hat sich gezeigt, dass man­che Ein­sät­ze einen Abflug bzw. eine Lan­dung außer­halb eines Flug­plat­zes erfor­dern, jedoch die kon­kre­te Flä­che nicht im Vor­hin­ein bekannt ist. Dies ist zB bei Flü­gen zur Ber­gung von Tier­ka­da­vern, kurz­fris­tig erfor­der­li­chen Mate­ri­al­trans­por­ten im öffent­li­chen Inter­es­se, Kon­troll­flü­gen für Ener­gie­ver­sor­ger, Wild­füt­te­run­gen im Win­ter, Lawi­nen­be­ob­ach­tun­gen udgl. der Fall. Die Novel­le des Luft­fahrt­ge­set­zes ermög­licht der Wirt­schaft somit wie­der ein fle­xi­bles Arbei­ten. Wei­ters wird die Pflicht zur Ein­ho­lung einer Bewil­li­gung für Fall­schirm­ab­sprün­ge auf das dicht besie­del­te Gebiet beschränkt. Eine ana­lo­ge Rege­lung wird für Abflü­ge von Frei­bal­lo­nen außer­halb von Flug­plät­zen vor­ge­se­hen.

Bestands­mel­dung für den Vignet­ten­ver­kauf

Gefor­dert: Kei­ne untrag­ba­ren Belas­tun­gen und kein unnö­ti­ger Mehr­auf­wand für die Tank­stel­len­be­trei­ber durch die Ver­pflich­tung einer wöchent­li­chen Bestands­mel­dung der Vignet­ten.

Erreicht: Ab dem Abrech­nungs­tag gerech­net ist nach 14 Tagen eine Bestands­mel­dung abzu­ge­ben, sodass ledig­lich 2 Mel­dun­gen pro Monat anstel­le der wöchent­li­chen Mel­dung nötig sind.

Ent­fall der Nacht­fahrt

Gefor­dert: Ent­fall der Nacht­fahrt bei Beglei­ten­dem Fah­ren

Erreicht: Beim Beglei­ten­den Fah­ren ent­fällt ab sofort die Nacht­fahrt. Grund­la­ge ist die 62. KDV-Novel­le. Wenn Übungs­fahr­ten (L 1000 km) gemäß § 122 KFG absol­viert wer­den, so muss kei­ne Nacht­fahrt im Rah­men der Fahr­schul­aus­bil­dung durch­ge­führt wer­den. Erfah­rungs­ge­mäß wer­den Nach­fahr­ten ohne­dies beim Beglei­ten­den Fah­ren der Eltern mit ihren Kin­dern durch­ge­führt. Bei L-17 (3000 km) gemäß FSG ist wie bis­her wei­ter­hin kei­ne Nacht­fahrt vor­ge­schrie­ben. Wenn ergän­zend zur Voll­aus­bil­dung in der Fahr­schu­le ein Antrag gem § 122 KFG gestellt wird, ent­fällt eben­falls die Nacht­fahrt, auch wenn 1000 km nicht voll­stän­dig gefah­ren wer­den. Wei­ters dür­fen Nacht­fahr­ten bei der Voll­aus­bil­dung sowohl in der Per­fek­ti­ons­schu­lung als auch in der Haupt­schu­lung absol­viert wer­den. Wird die Nacht­fahrt bereits in der Haupt­schu­lung absol­viert, hat die Per­fek­ti­ons­schu­lung wei­ter­hin 5 UE zu umfas­sen.

Prä­sen­ta­ti­on der Ver­kehrs­wirt­schaft beim 1. Kar­rie­r­etag der Jun­gen ÖVG

Gefor­dert: Eige­ne Kar­rie­re­mes­se für Hochschulabsolventen/Studierende, die spe­zi­ell auf die Ver­kehrs­wirt­schaft als Arbeit­ge­ber zuge­schnit­ten ist.

Erreicht: Beim 1. Kar­rie­r­etag der Jun­gen Öster­rei­chi­schen Ver­kehrs­wis­sen­schaft­li­chen Gesell­schaft hat die Bun­des­spar­te Trans­port und Ver­kehr mit einem eige­nen Stand teil­ge­nom­men. Die Mes­se wur­de von Absol­ven­ten und Stu­die­ren­den der TU Wien, der WU Wien sowie der FH St. Pöl­ten besucht. Es wur­den die viel­fäl­ti­gen Job- und Kar­rie­re-Mög­lich­kei­ten in der Ver­kehrs­wirt­schaft auf­ge­zeigt, vor allem auch vor dem Hin­ter­grund des erwar­te­ten Wan­dels im Mobi­li­täts­sys­tem. Wei­ters wur­den auch Pro­duk­te und Ser­vices der Bun­des­spar­te Trans­port und Ver­kehr sowie der WKO vor­ge­stellt.

Ver­bes­se­run­gen für Pro­jekt­wer­ber im Rah­men der Novel­lie­rung des UVP-Geset­zes

Gefor­dert: Ein­däm­mung der aus­ufern­den Dau­er von UVP-Ver­fah­ren in Öster­reich

Erreicht: Kon­kre­te Maß­nah­men zur Erleich­te­rung für Pro­jekt­wer­ber und zur Beschleu­ni­gung der UVP-Ver­fah­ren im Rah­men des Ver­wal­tungs­re­form­ge­set­zes. Das reicht von der Strei­chung über­bor­den­der Stel­lung­nah­me­rech­te bis zur Ver­kür­zung von Behör­den-Fris­ten im UVP-Ver­fah­ren.

Klar­stel­lun­gen in der EU-Seil­bahn­ver­ord­nung zuguns­ten der Seil­bahn­bran­che

Gefor­dert: Kei­ne Ver­schlech­te­rung für die Seil­bahn­un­ter­neh­men durch die neue Ver­ord­nung im Ver­gleich zur bis­he­ri­gen Seil­bahn-Richt­li­nie

Erreicht: Der Text der neu­en Seil­bahn­ver­ord­nung, die am 20. April 2016 in Kraft getre­ten ist, ent­hält drei wich­ti­ge Punk­te im Sin­ne der Seil­bahn­bran­che. Ent­ge­gen dem ers­ten Ent­wurf wird die Ver­ord­nung nur für neue Anla­gen gel­ten. Auch die Mög­lich­keit des Wie­der­auf­stel­lens von Seil­bah­nen bleibt erhal­ten. Und schließ­lich wur­de das weit­rei­chen­de Vor­sor­ge­prin­zip nicht in Text der Ver­ord­nung auf­ge­nom­men.

Regis­trier­kas­sen­pflicht

Gefor­dert: pra­xis­na­he Erleich­te­run­gen im Ver­kehrs­be­reich, Son­der­stel­lung der Auto­ma­ten in der Regis­trier­kas­sen­pflicht. Auto­ma­ten wie Park­ga­ra­gen-, Tank- und Wasch­au­to­ma­ten, soll­ten nicht umge­rüs­tet wer­den, da vie­le Betrei­ber bereits in neue Gerä­te inves­tiert haben und die­se finan­zi­el­le Last untrag­bar gewe­sen wäre.

Erreicht: Aus­nah­me für Fahr­schein­au­to­ma­ten, Erleich­te­run­gen für mobi­le Grup­pe bei Ticket­ver­käu­fen durch Buslenker/Zugpersonal. Auto­ma­ten, die vor 1.1.2016 ange­schafft wur­den, müs­sen bis 2027 nicht umge­rüs­tet wer­den. Erleich­te­run­gen für ‚Klein­be­trag-Auto­ma­ten‘. Kos­ten­güns­ti­ge Umset­zung für Mani­pu­la­ti­ons­schutz. Klar­stel­lung, dass Nach­nah­me/­In­kas­so-Ein­nah­men kei­ne Regis­trier­kas­sen­pflicht ver­ur­sa­chen, Bei­be­hal­tung des Steu­er­ersat­zes bei Per­so­nen­be­för­de­rung und bei der Mine­ral­öl­steu­er.

Pra­xis­na­her Voll­zug des Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ge­set­zes

Gefor­dert: Rei­ni­gungs- und Rein­hal­te­ad­di­ti­ve für Die­sel­kraft­stof­fe als Maß­nah­me im Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ge­setz

Erreicht: Tank­stel­len, die auf eige­ne Rech­nung und im eige­nen Namen addi­ti­vier­ten Die­sel an End­kun­den abge­ben, kön­nen sich dies als Maß­nah­me anrech­nen las­sen. Die an Pkw oder den öffent­li­chen Per­so­nen­ver­kehr abge­ge­be­ne addi­ti­vier­te Die­sel­men­ge ist für die Erfül­lung 40%-Haushaltsquote anre­chen­bar. Davon sind 38,0 % der gene­rier­ten Ein­spa­rung im Bereich “Haus­hal­te” für die Haus­halts­quo­te anre­chen­bar.

Gefor­dert: Auf­nah­me einer Metho­de für den ÖV im Metho­den­do­ku­ment der Richt­li­ni­en­VO im Zusam­men­hang mit dem Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ge­setz

Erreicht: Plat­zie­rung der Metho­de „Attrak­ti­vie­rungs­maß­nah­men zur Ver­la­ge­rung der Ver­kehrs­leis­tung von moto­ri­sier­tem Indi­vi­du­al­ver­kehr“. Es geht um die Ver­la­ge­rung von Ver­kehr auf den umwelt­freund­li­chen öffent­li­chen Ver­kehr mit Schie­nen­bah­nen und Bus­sen, sowie die intel­li­gen­te Ver­knüp­fung von Ver­kehrs­sys­te­men, unter Ein­satz alter­na­ti­ver Antrie­be.

Gefor­dert: Sprit­spar­trai­nings sol­len als Ener­gie­ef­fi­zi­enz­maß­nah­me aner­kannt wer­den

Erreicht: Mit der Aus­bil­dung von 60 neu­en Sprit­spar­trai­nern für Pkw- und Lkw-Trai­nings star­te­ten die Mas­ter­trai­ner der Fahr­schu­len ihre Schu­lungs­in­itia­ti­ve zum Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ge­setz (Erst­aus­bil­dun­gen im März und April 2016). Die neu­en Modern Dri­ving Trai­ner erfül­len durch Absol­vie­rung des Lehr­gangs die Kri­te­ri­en von kli­ma­ak­tiv mobil, der Umwelt­schutz­in­itia­ti­ve des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums. Die Auf­la­gen des Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ge­set­zes wer­den eben­falls erfüllt. Sprit­spar­trai­nings sind als Ener­gie­ef­fi­zi­enz­maß­nah­me aner­kannt. Ener­gie­ein­spa­run­gen von Pkw, Lkw oder Bus­len­kern besit­zen einen Markt­wert und sind han­del­bar. Syn­er­gi­en kön­nen bei der Berufs­kraft­fah­rer-Wei­ter­bil­dung C95/D95 genutzt wer­den. Bei einem Sprit­spar­trai­ning gilt prak­ti­sches Fah­ren als eine zusätz­li­che (über die Theo­rie hin­aus­ge­hen­de) Aus­bil­dung. Ein der­ar­ti­ges Eco Trai­ning bzw die damit ver­bun­de­ne Ener­gie­ein­spa­rung wird nach den Vor­ga­ben für Ener­gie­ef­fi­zi­enz-Metho­den für drei Jah­re aner­kannt.

Pra­xis­ge­rech­te Rege­lun­gen für Son­der­trans­port­be­glei­ter

Gefor­dert: Um die hohe Qua­li­tät der Leis­tun­gen der öster­rei­chi­schen Unter­neh­men im Bereich Beglei­tung von Son­der­trans­por­ten auf­recht zu erhal­ten, sind Anpas­sun­gen der Rechts­vor­schrif­ten nötig.

Erreicht: Bei Son­der­trans­port-Begleit­fahr­zeu­gen wird ein öster­rei­chi­sches Kenn­zei­chen Pflicht: Die 32. KFG-Novel­le führt für Son­der­trans­port-Begleit­fahr­zeu­ge die Ver­wen­dungs­be­stim­mung Nr 41. Die pri­va­ten belie­he­nen Orga­ne set­zen in der Regel ein oran­ge­far­be­nes Warn­licht ein, bei anspruchs­vol­len Fahr­ten wird auch Blau­licht ver­wen­det. Die Auf­sichts­or­ga­ne sind mit der Befug­nis aus­ge­stat­tet, den übri­gen Ver­kehrs­teil­neh­mern (va Pkw-Len­kern) Anord­nun­gen (mit Ver­kehrs­kel­len, Anhal­te­stä­ben) zu geben, die zu befol­gen sind. Für die Per­so­nen, die den Ver­kehr regeln (pri­va­te Stra­ßen­trans­port-Auf­sichts­or­ga­ne) gilt bereits, dass sie öster­rei­chi­sche Staats­bür­ger sein müs­sen. Die Son­der­trans­port-Absi­che­rung „beginnt und endet“ an der Staats­gren­ze mit der Über­nah­me bzw. Über­ga­be des Son­der­trans­ports. Die von den Beglei­tern ver­wen­de­ten wei­ßen Fahr­zeu­ge (frü­her Poli­zei-Autos) konn­ten bis­her auch im Aus­land ange­mel­det wer­den. Ab 1. Okto­ber 2016 dür­fen zur Absi­che­rung von Son­der­trans­por­ten nur mehr in Öster­reich ange­mel­de­te Fahr­zeu­ge ver­wen­det wer­den. Blau­licht wird es nur mehr auf öster­rei­chi­schen Fahr­zeu­gen geben.

Erreicht: Bei Son­der­trans­port-Begleit­fahr­zeu­gen kom­men moder­ne Aus­stat­tungs­vor­schrif­ten: Fahr­zeu­ge, die von gemäß § 97 Abs. 2 StVO beei­de­ten Stra­ßen­auf­sichts­or­ga­nen zur Beglei­tung von Son­der­trans­por­ten ver­wen­det wer­den, müs­sen im Zulas­sungs­schein die für die­sen Ver­wen­dungs­zweck vor­ge­se­he­ne Ver­wen­dungs­be­stim­mung Nr 41 ein­ge­tra­gen haben. Elek­tro­ni­sche Signal­an­la­gen müs­sen auf neu­en Stand gebracht wer­den. Die tech­ni­sche Eig­nung eines Fahr­zeu­ges zur Beglei­tung von Son­der­trans­por­ten ist durch ein Gut­ach­ten einer Lan­des­prüf­stel­le zu bestä­ti­gen.