Die Merit-Order ist das zen­tra­le Prin­zip für die Strom­preis­bil­dung an den euro­päi­schen Strom­bör­sen. Kraft­wer­ke wer­den nach ihren Grenz­kos­ten gereiht, also nach den Kos­ten, die für die Erzeu­gung einer zusätz­li­chen Kilo­watt­stun­de anfal­len. Güns­ti­ge Erzeu­ger wie Was­ser­kraft, Wind und Pho­to­vol­ta­ik ste­hen am Beginn, teu­re­re Kraft­wer­ke, meist Gas­kraft­wer­ke, am Ende. Der Preis für Strom ergibt sich aus dem teu­ers­ten Kraft­werk, das zur Deckung der Nach­fra­ge noch benö­tigt wird. Die­ser Preis gilt dann für alle ein­ge­setz­ten Kraft­wer­ke, unab­hän­gig davon, wie güns­tig sie tat­säch­lich pro­du­zie­ren. Unter nor­ma­len Bedin­gun­gen ist der Mecha­nis­mus effi­zi­ent, in der Kri­se jedoch anfäl­lig. Das Stei­gen der Gas­prei­se seit dem Iran-Kon­flikt führt auch zu stei­gen­den Strom­prei­sen, da der hohe Gas­preis das gesam­te Sys­tem domi­niert. (© NicoElN­i­no | stock.adobe.com)

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