Nur sie­ben der 27 EU-Staa­ten erhe­ben eine natio­na­le Flug­ab­ga­be. Weil auch die Schweiz kei­ne sol­che Abga­be erhebt, ist Deutsch­land der ein­zi­ge Nach­bar­staat Öster­reichs mit einer ver­gleich­ba­ren Luft­ver­kehr­steu­er. Das bedeu­tet einen erheb­li­chen Wett­be­werbs­nach­teil für den Luft­fahrt­stand­ort Öster­reich, der zuneh­mend spür­bar wird. Das ist auch beleg­bar: Wäh­rend der Flug­ha­fen Wien von Jän­ner bis Sep­tem­ber 4,5 Pro­zent sei­ner Pas­sa­gie­re ver­lor, hat der Flug­ha­fen Bra­tis­la­va sein Pas­sa­gier­auf­kom­men im sel­ben Zeit­raum mehr als ver­dop­pelt. Die natio­na­le Flug­ab­ga­be begüns­tigt also die Abwan­de­rung von Flug­ver­bin­dun­gen und Pas­sa­gie­ren ins benach­bar­te Aus­land – mit nega­ti­ven Fol­gen für Wert­schöp­fung, Beschäf­ti­gung und Kon­nek­ti­vi­tät. Betrof­fen sind nicht nur Wien, son­dern auch die regio­na­len Flug­hä­fen. Auch aus Kli­ma­sicht bringt die­se Ver­la­ge­rung kei­nen Vor­teil. Im Gegen­teil: Zusätz­li­che Anrei­se­we­ge und Umweg­ver­bin­dun­gen ver­ur­sa­chen mehr Emis­sio­nen als direk­te Ver­bin­dun­gen. (© Tomasz War­szew­ski | stock.adobe.com)

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