Das öster­rei­chi­sche Umsatz­steu­er­ge­setz sieht vor, dass die Ein­fuhr von Waren von der Ein­fuhr­um­satz­steu­er zu befrei­en ist, wenn die­se Waren unmit­tel­bar an die Abfer­ti­gung Gegen­stand einer inner­ge­mein­schaft­li­chen Lie­fe­rung wer­den. Durch restrik­ti­ve Haf­tungs­gren­zen und eine restrik­ti­ve Steu­er­inter­pre­ta­ti­on ist es einem öster­rei­chi­schen Spe­di­teur aller­dings nicht mög­lich, im Dritt­land­ver­kehr Import­ver­zol­lun­gen bei unmit­tel­bar anschlie­ßen­der Lie­fe­rung in einen ande­ren Mit­glied­staat durch­zu­füh­ren. Die öster­rei­chi­schen Spe­di­teu­re haf­ten als indi­rek­te Zoll­ver­tre­tung für die Abga­ben­schuld ihres Auf­trag­ge­bers, auch wenn sie alles kor­rekt abge­wi­ckelt haben. Der Fach­ver­band setzt sich daher seit Jah­ren für eine Über­ar­bei­tung die­ses Zoll­ver­fah­rens 4200 ein.

mehr