Ohne einen star­ken, öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr in Öster­reichs Städ­ten ist kei­ne ziel­füh­ren­de Umwelt­po­li­tik mög­lich. Im Ver­kehr liegt das mit Abstand größ­te Poten­zi­al, die Kli­ma- und Ener­gie­zie­le zu errei­chen. Wäh­rend in ande­ren Berei­chen die CO2-Emis­sio­nen redu­ziert wur­den, stei­ger­ten sich die­se im Ver­kehr in den letz­ten 15 Jah­ren um rund acht Pro­zent. Dies liegt vor allem am Indi­vi­du­al­ver­kehr. Die öster­rei­chi­schen Ver­kehrs­be­trie­be set­zen dabei schon seit über 200 Jah­ren auf den Trend E‑Mobilität. Der Indi­vi­du­al­ver­kehr ist inef­fi­zi­en­ter und umwelt­schäd­li­cher. Die Kli­ma­zie­le von Paris sind ohne einen star­ken öffent­li­chen Per­so­nen­ver­kehr schlicht­weg nicht erreich­bar, so Tho­mas Schei­ber, Obmann des Fach­ver­ban­des Schienenbahnen.

Gemein­sa­me Kam­pa­gne der öster­rei­chi­schen Verkehrsbetriebe

Um ver­stärkt auf die Vor­zü­ge öffent­li­cher Ver­kehrs­mit­tel in Städ­ten gegen­über dem Indi­vi­du­al­ver­kehr hin­zu­wei­sen,  Umwelt­freund­lich­keit, Pünkt­lich­keit, Effi­zi­enz, Ent­span­nung und Sicher­heit, um nur eini­ge zu nen­nen, lan­cie­ren die Ver­kehrs­be­trie­be in Graz, Inns­bruck, Linz, Salz­burg, Kla­gen­furt und Wien eine gemein­sa­me Kam­pa­gne. „Mit der Kam­pa­gne „Steig ein, WIR fah­ren!“ grei­fen wir man­che Vor­ur­tei­le gegen­über den Öffis mit einem Augen­zwin­kern auf und hin­ter­fra­gen gleich­zei­tig die ver­meint­li­chen Vor­tei­le der E-­Au­tos. Wir wol­len nicht beleh­ren, aber durch­aus auf­merk­sam machen und unse­re Fahr­gäs­te in ihrer Ent­schei­dung bestär­ken“, erklärt Obmann Scheiber.

oeffis als pioniere der elektromobilitaet

v.l.n.r.: Gün­ter Stein­bau­er (Wie­ner Lini­en), Rein­hold Luschin (Stadt­wer­ke Kla­gen­furt), Ger­hard Amt­mann (Graz Lini­en), Tho­mas Schei­ber (WKÖ-Fach­ver­band Schie­nen­bah­nen), Albert Wald­hör (Linz Lini­en) und Leon­hard Schit­ter (Salz­burg AG)

Öffent­li­cher Nah­ver­kehr als Zukunfts­the­ma im urba­nen Raum

Ein gut funk­tio­nie­ren­der öffent­li­cher Ver­kehr ist ein wesent­li­cher Pfei­ler bei der Errei­chung von Kli­ma- und Ener­gie­zie­len.  Er ist fer­ner die ein­zi­ge Lösung, län­ger­fris­tig und nach­hal­tig den erhöh­ten Mobi­li­täts­be­darf in wach­sen­den Städ­ten abzu­de­cken. Denn: 2050 wer­den rund eine Mil­li­on Men­schen mehr in Öster­reichs Bal­lungs­zen­tren leben.

Um flä­chen­de­cken­de und effi­zi­en­te Per­so­nen­be­för­de­rung bewerk­stel­ligt zu kön­nen benö­tigt der ÖPNV ste­ti­ge Inves­ti­tio­nen. Eine gesi­cher­te Finan­zie­rung des Aus­baus im stadt­re­gio­na­len Raum, die För­de­rung von emis­si­ons­frei­en Antrie­ben von öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln und eine Ver­kehrs­stra­te­gie mit der Prio­ri­sie­rung des ÖPNV soll­te die Agen­da der nächs­ten Jahr­zehn­te prägen.

In den kom­men­den Mona­ten ste­hen zen­tra­le poli­ti­sche Wei­chen­stel­lun­gen für den öster­rei­chi­schen Schie­nen­ver­kehr an: den Regio­nal-­ und Fern­ver­kehr, jede ein­zel­ne Stra­ßen­bahn und U-­Bahn in unse­ren Städ­ten sowie den Güter­ver­kehr auf der Schie­ne. Die Stär­kung des öffent­li­chen Ver­kehrs und damit eine nach­hal­ti­ge Ver­kehrs­wen­de erfor­dern vor­aus­schau­en­de Ent­schei­dun­gen und ent­schlos­se­nes Han­deln. Umso mehr begrü­ßen wir das kla­re Bekennt­nis der ver­ant­wort­li­chen Poli­tik zum öffent­li­chen Ver­kehr im neu­en Regie­rungs­pro­gramm“, so Schei­ber abschließend.

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