Chan­ce zur Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit von Stra­ßen­ver­kehrs­un­ter­neh­men nützen

Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on prä­sen­tier­te die­se Woche acht Legis­la­tiv­vor­schlä­ge, die weit­rei­chen­de Ände­run­gen im Bereich des Stra­ßen­ver­kehrs und mehr Effi­zi­enz und Nach­hal­tig­keit brin­gen sol­len. Das unter­stüt­ze ich voll­in­halt­lich – sprin­gen­der Punkt ist aber, wel­che Maß­nah­men gesetzt wer­den, um dahin zu gelan­gen. Die Har­mo­ni­sie­rung und Ver­ein­fa­chung der bestehen­den Vor­schrif­ten muss eben­so Prio­ri­tät haben wie die Besei­ti­gung von Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen zu Las­ten öster­rei­chi­scher Unternehmen.

Sehr kri­tisch sehe ich die geplan­ten Ände­run­gen der Kabo­ta­ge- und Maut­re­ge­lun­gen. Die ange­peil­te Strei­chung der Höch­stan­zahl der in einem bestimm­ten Zeit­raum erlaub­ten Kabo­ta­ge­fahr­ten ist kon­tra­pro­duk­tiv und gefähr­lich. Die­se de fac­to Libe­ra­li­sie­rung ist ein ‚No-Go‘, solan­ge es kei­ne EU-weit ein­heit­li­chen wirt­schaft­li­chen und sozia­len Rah­men­be­din­gun­gen im Hin­blick auf das Trans­port­ge­wer­be gibt. Auch die Novel­le zur Wege­kos­ten­richt­li­nie ist in zahl­rei­chen Punk­ten über­schie­ßend und nicht wirt­schafts­ver­träg­lich, vor allem die Ein­be­zie­hung wei­te­rer Kos­ten­fak­to­ren wie Stau und C02. Wei­ter­hin fehlt die Ver­pflich­tung der Mit­glied­staa­ten zu einer trans­pa­ren­ten, nach­voll­zieh­ba­ren, an Kos­ten ori­en­tier­ten Berech­nung des Infra­struk­tur­an­teils der Maut („Open book“).

Eini­ge jetzt auf dem Tisch lie­gen­de Vor­schlä­ge zu EU-Lenk- und Ruhe­zei­ten im Stra­ßen­ver­kehr und der Ansatz der Kom­mis­si­on, prak­ti­ka­ble­re Rege­lun­gen zur Ent­sen­dung von Len­kern ins EU-Aus­land fest­zu­le­gen, las­sen auf Erleich­te­run­gen hof­fen und stel­len einen ers­ten Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung dar, müs­sen aber noch nach­ge­bes­sert wer­den, damit die Unter­neh­men davon pro­fi­tie­ren können.

Wir müs­sen die Chan­cen, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Betrie­be zu stär­ken und mehr Fair­ness zu schaf­fen – nüt­zen, dafür wer­de ich mich gemein­sam mit unse­ren Part­nern auf euro­päi­scher Ebe­ne einsetzen.