Über­que­ren einer Eisen­bahn­kreu­zung (EK) mit begleit­pflich­ti­gen Sondertransporten

 

Prak­ti­sche Hin­wei­se für den Len­ker und das beei­de­te Begleitorgan

Aus gege­be­nem Anlass wird dar­auf hin­ge­wie­sen, bei Eisen­bahn­kreu­zun­gen auf ganz hohe Sicher­heits­re­ser­ven zu achten!

Gefah­ren­si­tua­tio­nen vor der EK, auf der EK und nach der EK vor­ab bewer­ten! Nur bei hohen Sicher­heits­re­ser­ven queren!

Vor Befah­ren prü­fen, ob alle Vor­aus­set­zun­gen für die Que­rung der EK erfüllt sind! Ins­be­son­de­re auf Trans­portab­mes­sun­gen, Boden­frei­hei­ten achten!

LEN­KER und BEGLEIT­OR­GAN –Ver­hal­ten vor dem Que­rungs­vor­gang (Stra­ßen­be­reich vor dem unbe­schrank­ten Bahnübergang)

  • Ca. 50 Meter vor der Eisen­bahn­kreu­zung (EK) anhal­ten (Still­stand des Son­der­trans­ports), noch kei­ne Que­rung der EK zu die­sem Zeit­punkt durch SOTRA ein­ge­lei­tet. auf all­fäl­li­ge Ein­mün­dun­gen im 50 m Bereich ach­ten z.B. Zufahr­ten aus Wegen, Grundstücken
  • Begleit­or­gan fährt vor­aus, Begleit­fahr­zeug quert somit die EK, sorgt dafür, dass aus­rei­chend Frei­raum für den SOTRA her­ge­stellt ist, dazu hält wenn nötig das Begleit­or­gan den Gegen­ver­kehr an (auf der dem Lkw gegen­über­lie­gen­den Seite).
  • Begleit­or­gan beob­ach­tet die Signa­le der Bahn­an­la­ge (Licht­zei­chen), eben­so Lkw-Lenker
  • Vier­au­gen­prin­zip“ bei Beob­ach­tung der Bahn­si­gna­le schafft dop­pel­te Sicherheit
  • Begleit­or­gan gibt „Start­si­gnal“ per Funk für das Anfah­ren durch Lkw-Len­ker (Son­der­trans­port setzt sich in Bewegung)
  • Warn­blink­an­la­gen immer beob­ach­ten bzw auf Pfeif­si­gna­le von Zügen ach­ten Licht­zei­chen­an­la­ge (vier Sekun­den gel­bes Licht, dann rotes Licht) Licht­zei­chen­an­la­ge (zwei wech­sel­wei­se auf­leuch­ten­de rote Lich­ter) Soll­te dies der Fall sein, den Trans­port noch vor Über­gang (Andre­as­kreuz) sofort anhalten.
  • Auf­rech­te Funk­ver­bin­dung muss ver­läss­li­ches Han­deln gewähr­leis­ten, — z.B. rasches, neu­er­li­ches Anhal­ten des Trans­ports vor der EK ermöglichen.

Que­ren der EK mit fahrendem/rollendem Fahr­zeug (Durch­füh­rung des Übersetzens)

  • Zügi­ges Beschleu­ni­gen des Sondertransports
  • Errei­chen einer zügi­gen Geschwin­dig­keit vor Errei­chen der EK, damit bei Aus­fall der Antriebs­ein­heit (Zug­ma­schi­ne) der Schwung aus­reicht, die Gleis­an­la­ge rasch zu passieren.
  • Gera­de und zügig drü­ber­fah­ren!“ (Zug­kräf­ti­ger, ste­ti­ger Fahrt­vor­gang über die EK ohne Stockung)
  • Kei­ne Schalt­vor­gän­ge am Bahnübergang!
  • Kein Abster­ben des Motors ist (bei Schwung der Mas­se) zu erwarten.
  • Drü­ber­rol­len“ des Son­der­trans­ports bei Aus­fall einer Antriebs­ein­heit ist zu gewähr­leis­ten! (allen­falls Que­rung der EK mit rol­len­dem Fahrzeug).

TRANS­POR­TEUR (BEGLEIT­FIR­MEN) – Prü­fung (eini­ge Tage) vor Fahrtantritt

Gefah­ren­quel­len auf der Stre­cke müs­sen vor Fahrt­an­tritt bewer­tet werden:

  • Sind Fahr­bahn­kup­pen vor­han­den oder die Fahr­spu­ren eben genug?
  • Ist die Boden­frei­heit aus­rei­chend und nicht zu gering?
  • Kann der „Tief­la­de­an­hän­ger“ auf­sit­zen? Kup­pen, Stei­gun­gen, Schienenüberhöhungen?
  • Wird ein zu wei­tes Aus­sche­ren, Ste­cken­blei­ben ver­läss­lich vermieden?
  • Bestehen kei­ne Beden­ken wegen der Höhe (max. 4,00 m Höhe)?
  • Von über­brei­ten Trans­por­ten (z.B. ab 5 m Brei­te) gehen bei eini­gen EK gro­ße Gefah­ren aus (EK in Möd­ling, Waidhofen/Ybbs), hier muss gewähr­leis­tet sein, dass die vom SOTRA benö­tig­te Frei­raum­flä­che beim Über­set­zen sowie nach den Gleis­an­la­gen frei­zu­hal­ten ist.

Wich­tig!: Die­se Hin­wei­se für rich­ti­ge Vor­ge­hens­wei­sen sind ergän­zend zu sehen und ent­bin­den kei­nes­falls von der Anmel­de­pflicht bei dem zustän­di­gen Bahn­netz­be­trei­ber und des­sen Pflicht zur Zustim­mung. Ins­be­son­de­re gel­ten recht­li­che Vor­schrif­ten und tech­ni­sche Anfor­de­run­gen, die u.a. in den Bescheid­auf­la­gen oder ein­schlä­gi­gen Rechts­ma­te­ri­en (KFG, EisbKrV § 96) gere­gelt sind.

StVO 18 (4). Hin­ter­ein­an­der­fah­ren. Der Len­ker eines Fahr­zeu­ges mit grö­ße­ren Längs­ab­mes­sun­gen (Last­fahr­zeu­ge, Kraft­wa­gen­zü­ge, u. dgl.) hat auf Frei­land­stra­ßen nach einem sol­chen Fahr­zeug einen Abstand von min­des­tens 50 m einzuhalten.

Das voll­stän­di­ge Merk­blatt gibt es hier zum Download