Die von der Fach­grup­pe Beför­de­rungs­ge­wer­be mit Pkw in der Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich mit der Gewerk­schaft VIDA geführ­ten Kol­lek­tiv­ver­trags­ver­hand­lun­gen konn­ten am 07. Novem­ber 2017 abge­schlos­sen wer­den. Die Löh­ne für das Taxi- und Miet­wa­gen­ge­wer­be wer­den um 35 Euro pro Monat ange­ho­ben — von der bis­her gel­ten­den Min­dest­ent­loh­nung von 1200 Euro brut­to für Taxi- und Miet­wa­gen­len­ker auf nun 1235 Euro brut­to. Das Ergeb­nis der sozi­al­part­ner­schaft­li­chen Eini­gung gilt ab 1.1.2018 in allen öster­rei­chi­schen Bundesländern.

Wei­te­re Min­dest­lohn­er­hö­hung wei­ter Verhandlungssache

Die For­de­rung der Gewerk­schaft nach einer stu­fen­wei­sen Anhe­bung des Min­dest­lohn auf 1500 Euro bis 2020 wur­de vor­erst abge­lehnt. Die Dis­kus­si­on zu den The­ma wur­den ver­tagt, bis alle Ent­wick­lun­gen auf Regie­rungs­ebe­ne zum Koali­ti­ons­ab­kom­men als auch die Aus­wir­kun­gen der Par­la­ments­be­schlüs­se abge­schätzt wer­den können.

Einig­keit bei Kündigungsfristen

Im Punkt, dass die für den 1.1.2021 geplan­te gesetz­li­che Ver­län­ge­rung der Kün­di­gungs­fris­ten das Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­wer­be unver­hält­nis­mä­ßig hart besteht Einig­keit unter den Sozi­al­part­nern. Da die Bran­che eine hohe Mit­ar­bei­ter­fluk­tua­ti­on auf­weist wäre mit spür­ba­ren Aus­wir­kun­gen zu rech­nen. Wir sind über­ein­ge­kom­men, bis 2021 alle zur Ver­fü­gung ste­hen­den Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten (auf gesetz­li­cher bzw. KV-ver­trag­li­cher Ebe­ne) aus­zu­schöp­fen, um eine trag­ba­re Umset­zung die­ser Geset­zes­än­de­rung zu erreichen.

Lenk­pro­to­kol­le für ein­fa­che­re Dokumentation

Erreicht wer­den konn­te eine kol­lek­tiv­ver­trag­li­che Umset­zung der neu­en und vor­aus­sicht­lich ab 1.1.2018 in Kraft tre­ten­den Lenk­pro­to­koll-VO (wel­che die bis­he­ri­ge Fahr­ten­buch-VO ablöst). Die­se sieht wesent­li­che Erleich­te­run­gen bei der Doku­men­ta­ti­on der jewei­li­gen Zeit­grup­pen vor. In Umset­zung die­ser VO wird im KV nun gere­gelt, dass weder die Gesamt­dau­er der Lenk­zeit noch alle sons­ti­gen Arbeits­zei­ten im Lenk­pro­to­koll ein­ge­tra­gen wer­den müs­sen. Damit ist es gelun­gen, die Doku­men­ta­ti­on wesent­lich zu ver­ein­fa­chen und im Ergeb­nis wei­test­ge­hend auf das bis­he­ri­ge „ver­ein­fach­te per­sön­li­che Fahr­ten­buch“ zu reduzieren.

Der voll­stän­di­ge Text des Bun­des­kol­lek­tiv­ver­tra­ges kann hier ein­ge­se­hen werden:

Zum KV 2018