Am 04.04.2018 nahm ich mit Ver­tre­tern der Wis­sen­schaft, Green­peace und dem Umwelt­bun­des­amt bei Ö1 teil an einer Dis­kus­si­on zur Kli­ma- und Ener­gie­stra­te­gie der Öster­rei­chi­schen Bun­des­re­gie­rung.

Feh­len­de Ambi­tio­nen kann man der Stra­te­gie nicht vor­wer­fen — 36% Reduk­ti­on der Treib­haus­gasem­mis­sio­nen bis 2030, 100% erneu­er­ba­re Ener­gie beim Strom­ver­brauch und eine deut­li­che Erhö­hung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz.

Nach­hal­tig­keit — Leist­bar­beit — siche­re Ver­sor­gung

Nach­hal­tig­keit — Leist­bar­keit — siche­re Ver­sor­gung! Die­se 3 Eck­punk­te, die in der Stra­te­gie auf Augen­hö­he gese­hen wer­den zu ver­fol­gen gewähr­leis­ten dass es nicht zu Über­for­de­run­gen kom­men darf. Eben­so ist die Sek­tor­kopp­lung — Strom — Wär­me — Mobi­li­tät — Indus­trie — ein deut­li­ches Signal Öster­reichs Kli­ma als gesamt­haf­te Anstren­gung zu sehen, gemein­sam in Angriff zu neh­men um es auch zu meis­tern.

Vie­le for­dern gera­de jetzt Maxi­mal­maß­nah­men, Ver­bo­te, neue Steu­ern usw. Die­se beden­ken aber nicht dass wir sehr genau die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Lan­des aber auch die Leist­bar­keit für Herrn und Frau Öster­rei­cher im Auge behal­ten müs­sen.

Infra­struk­tur als Basis der Ziel­er­rei­chung

Für mich per­sön­lich ist beson­ders wich­tig das Kapi­tel der Infra­struk­tur. Die­se kann und muss Garant für die Mög­lich­keit der Umset­zung von jetzt zu defi­nie­ren­den Maß­nah­men sein. Wir müs­sen weg von ober­fläch­li­chen Aus­sa­gen — gera­de im Ver­kehrs­sek­tor — und hin zu einer offe­nen, objek­ti­ven und frei von Emo­tio­nen geführ­ten Dis­kus­si­on. Lad­ein­fra­struk­tur für Elek­tro­mo­bi­li­tät, Spei­che­rin­fra­struk­tur für den Anfall von erneu­er­ba­rer Ener­gie wenn sie kei­ner benö­tigt, usw. — das sind die The­men die rasch in Angriff genom­men wer­den müs­sen.

Ver­bo­te schaf­fen kei­ne Lösun­gen son­dern Fra­gen

Vor Ver­bo­ten kann man nur war­nen. Die­se behin­dern tech­ni­sche Inno­va­tio­nen die auf der Schwel­le ste­hen. Selbst der aktu­el­le Trend bei Ölhei­zun­gen zeigt deut­lich dass ein Ver­bot hier nicht not­wen­dig ist.

Die Umrüst­kos­ten wer­den Herrn und Frau Öster­rei­cher schon eini­ges kos­ten. Bei den rund 700.000 Ölhei­zun­gen die in Betrieb sind kann sich das schon mit bis zu 14 Mrd. Euro zu Buche schla­gen. Die wei­te­re Fra­ge ist wie der Ener­gie­be­darf von rund 38,6 Mio GJ die­ser Hei­zun­gen gedeckt wer­den wird und wel­cher rea­lis­tisch ist. Ist es die Ver­drei­fa­chung der Pet­telts-Pro­duk­ti­on, die Ver­sie­ben­fa­chung der Hack­schnit­zel­pro­duk­ti­on oder die 64%-ige Stei­ge­rung der Strom­pro­duk­ti­on. Ein Ver­bot und vie­le Fra­gen!