Der Fach­ver­band der Schie­nen­bah­nen in der Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich (WKÖ) und der Fach­be­reich Eisen­bahn in der Gewerk­schaft vida haben eine Eini­gung auf eine Anhe­bung der KV- und IST-Ein­kom­men um 2,1 Pro­zent erzielt. Mit der ver­ein­bar­ten Lohn­er­hö­hung ist eine Lösung gefun­den, die zum einen einen sehr guten Kol­lek­tiv­ver­trags­ab­schluss für die Beschäf­tig­ten dar­stellt und zum ande­ren für die betei­lig­ten Unter­neh­men finan­zier­bar ist.

Lehr­lin­ge pro­fi­tie­ren beson­ders von KV 2017

Die Sozi­al­part­ne­r­ei­ni­gung betrifft über 35.000 Beschäf­tig­te in eisen­bahn­spe­zi­fi­schen Beru­fen, die in den über 50 öster­rei­chi­schen Eisen­bahn­un­ter­neh­men arbei­ten. Mas­si­ve Ver­bes­se­run­gen gibt es vor allem für die Aus­zu­bil­den­den in tech­ni­schen Lehr­be­ru­fen und beim Lehr­be­ruf Gleis­bau­tech­nik, die mit spür­ba­ren Erhö­hun­gen bei den Lehr­lings­ent­schä­di­gun­gen rech­nen kön­nen. Von der Anhe­bung der Lehr­lings­ent­schä­di­gun­gen pro­fi­tie­ren rund 1.700 Lehr­lin­ge. Der Abschluss, der ein Jahr gül­tig ist, tritt mit 1. Juli 2017 in Kraft.

Über die Rege­lung der Ein­kom­men hin­aus­ge­hend haben wir sehr kon­struk­ti­ve Ver­hand­lun­gen geführt. Mit gemein­sa­men Work­shops und the­men­fo­kus­sier­ten Arbeits­grup­pen haben wir neue Wege beschrit­ten. Wir haben gezeigt, dass trotz schwie­ri­ger Rah­men­be­din­gun­gen mit einer funk­tio­nie­ren­den Sozi­al­part­ner­schaft trag- und zukunfts­fä­hi­ge Ergeb­nis­se für Unter­neh­men und Beschäf­tig­te erreicht wer­den“, freu­en sich Roman Heben­streit, Vor­sit­zen­der des Fach­be­reichs Eisen­bahn in der Gewerk­schaft vida, und Tho­mas Schei­ber, Obmann des Fach­ver­bands der Schie­nen­bah­nen in der Wirt­schafts­kam­mer Österreich.

Ver­stärk­ter Fokus auf Ausbildung

Der KV-Abschluss macht mit sei­nen inhalt­li­chen Details deut­lich, dass den Sozi­al­part­nern gera­de die Aus­bil­dung und Zukunft der Lehr­lin­ge am Her­zen liegt. Neben einer deut­li­chen Anhe­bung ist auch eine Neu­re­ge­lung der Lehr­lings­ent­schä­di­gun­gen beschlos­sen wor­den, die in jeder Hin­sicht eine mas­si­ve Auf­wer­tung dar­stellt. Urlaubs- und Weih­nachts­geld für Lehr­lin­ge in eisen­bahn­spe­zi­fi­schen Lehr­be­ru­fen waren bis­lang nicht zen­tral gere­gelt, son­der abhän­gig von den jewei­li­gen Unter­neh­men. Die Sozi­al­part­ner haben sich dar­auf geei­nigt, die bis­he­ri­gen Rege­lun­gen zur Lehr­lings­ent­schä­di­gung auf Betriebs­ebe­ne künf­tig bran­chen­weit im Kol­lek­tiv­ver­trag für öster­rei­chi­sche Eisen­bahn­un­ter­neh­men (KV EU) zu regeln.

Die­se Ver­bes­se­run­gen stel­len einen maß­geb­li­chen Schritt zur Attrak­ti­vie­rung der eisen­bahn­spe­zi­fi­schen Lehr­be­ru­fe für jun­ge Men­schen dar“, sind sich Schei­ber und Heben­streit einig. Ins­be­son­de­re im Hin­blick auf künf­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen für die Unter­neh­men im euro­päi­schen Wett­be­werb ist dies für den wach­sen­den Erfolg der hei­mi­schen Bah­nen essen­zi­ell. Mit einem erwar­te­ten Per­so­nal­be­darf von 10.000 Beschäf­tig­ten in Rot-Weiß-Roten Bahn­un­ter­neh­men im kom­men­den Jahr ist eine attrak­ti­ve­re Gestal­tung der Arbeits­ver­hält­nis­se unum­gäng­lich. Das The­ma Aus­bil­dung besitzt dabei abso­lu­te Prio­ri­tät und wird ab Herbst umge­hend weiterbearbeitet.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum KV-Abschluss 2017 fin­den Sie hier.